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MassivhausDer Begriff Massivbau steht für eine massive, also stabile Art des Baus im Gegensatz zur sogenannten Leichtbauweise. Beim Massivbau erfüllen Wände und Decken nicht nur eine den Raum abschließende, sondern auch eine tragende Funktion. Der Ausdruck steht auch für ein Bauen mit massiven Materialien. Mit der Massivbauweise verbindet man die Attribute Stabilität, Dauerhaftigkeit und Schutz sowie eine hohe Wohnqualität und aufgrund des geringen Energieverbrauchs auch Umweltfreundlichkeit. Seine Vorteile sind unter anderem Wärmeschutz im Winter, Schutz vor Hitze im Sommer, hoher Schallschutz, Wärmespeicherung, nicht brennbare Materialien, Langlebigkeit, hoher Wiederverkaufswert. Die Baustoffe für ein Haus im Massivbau können den jeweiligen Anforderungen entsprechend variieren, sind aber in der Regel natürliche Rohstoffe, welche somit einen umweltfreundlichen Charakter haben.

 

Haus massiv bauen mit dem Baustoff Ziegel

ZiegelbauEin Ziegel wird geformt aus tonhaltigem Lehm, um ihn danach in Öfen hart zu brennen. Vermutlich ist der Ziegel das älteste vom Menschen geformte Element zur Errichtung eines Gebäudes. Dabei unterscheidet man zwischen einfachen Lehmziegeln, die bei lediglich 900 Grad Celsius gebrannt werden können und anschließend verputzt werden müssen, um sie wetterbeständiger zu machen und zwischen Tonziegeln, welche mit höherer Temperatur gebrannt werden und somit härter und beständiger sind. Man kennt Ziegel auch unter dem im süddeutschen Raum verbreiteten Begriff Backstein. Aus gleichem Material fertigt man auch Dachsteine, welche fälschlicherweise oft als Ziegelsteine bezeichnet werden. Falsch darum, weil es sich beim Ziegel um etwas Angefertigtes handelt, beim Stein hingegen um etwas natürlich Gewachsenes.

 

 

Massivbau mit dem Baustoff Porenbeton (Gasbeton)

Porenbeton / GasbetonBeim Porenbeton handelt es sich, ungeachtet des Namens, nicht wirklich um einen Beton, dem Sand oder Kies beigemischt wurde, sondern er enthält fein vermahlenen quarzhaltigen Sand und wird durch gesättigten Wasserdampf gehärtet. Ähnlich wie Porenbeton sind Kalksandstein und Schaumbeton oder Blähbeton, die durch Schäumen beziehungsweise Blähen porös gemacht werden. Porenbeton besitzt eine Rohdichte von etwa 300 bis 800 Kilogramm pro Kubikmeter und besteht aus Brandkalk, Quarzsand und Wasser, wobei der Sand auch durch Flugasche aus Steinkohlekraftwerken ersetzt werden kann. Aufgrund seines geringen Gewichts auch in größeren Formaten ist dieser Stein beim Massivhaus-Bau vielseitig einsetzbar.

 

 

Massivhaus mit dem Baustoff Kalksandstein bauen

KalksandsteinbauUnter einem Kalksandstein versteht man entweder Arten von Sandstein, die natürlich vorkommen, oder einen künstlich hergestellten Stein, der aus Sand und Calciumsilikathydrat besteht. Äußerst selten in seinem natürlichen Vorkommen, wird der Stein meist industriell hergestellt, indem Brandkalk und Quarzsand in der Mischung 1 : 12 unter Wasserzugabe vermischt werden und zur weiteren Verarbeitung in Reaktoren geleitet. Die gewonnenen Stein-Rohlinge werden bei einer Temperatur von 200 Grad Celsius und einem Druck von 16 bar 6 bis 8 Stunden gehärtet, wobei bei diesem Prozess keine Schadstoffe entstehen. Beim Massivhaus kann der Stein sowohl für Innen- als auch Außenwände verwendet werden. Aufgrund seiner hohen Dichte speichert er gut die Wärme und dämmt ausgezeichnet den Schall. Als Brandschutz lässt er sich schon bei einer Stärke von 17,5 Zentimetern verwenden.

 

 

 Beim Massiv-Hausbau geht nichts ohne den Baustoff Beton

MassivbaustoffeUnerlässlich beim Massivhaus ist das Verwenden von Beton zu seiner Fertigstellung. Dieses Material ist ein Gemisch aus Sand, Wasser und Zement und kann verschiedene Zusätze enthalten. Je nach Zugabe von Stahl, Fasern oder Glas wird sogenannter Stahlbeton, Faserbeton oder Stahlfaserbeton hergestellt. Als Bindemittel der verschiedenen Bestandteile dient Zement. Durch das Auskristallisieren der Klinkerbestandteile des Zements während der Aufnahme von Wasser gewinnt der Beton seine Festigkeit. Es beginnt ein sich über Monate hinziehendes Wachsen von Kristallnadeln, die sich ineinander verhaken. Dadurch wird die endgültige Festigkeit des Materials erst lange Zeit nach dem Guss erreicht, wobei man dennoch davon ausgeht, dass nach einem Monat bei normalen Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnissen die Norm-Festigkeit erreicht wird. Bei aller Druckfestigkeit kann Beton allerdings nur eine geringe Zugfestigkeit aufweisen, weshalb er bei Bedarf als Stahlbeton hergestellt wird. Unbewehrter Beton wird heute für Fundamente, Staumauern, Kellerwände oder Bodenplatten, wo keine große Spannung auftritt, verwendet. Die hohe Dichte des Materials von 2,4 Tonnen pro Kubikmeter ist eine  ideale Voraussetzung für einen Einsatz beispielsweise als Kontergewicht bei Baukränen.

 

Weitere Informationen zum Thema Baustoffe beim Massivbau finden Sie auf www.massivhaus-massivbau.de.

 

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