Neubau als Massivhaus

Sofern Ihr Neubau die entsprechenden energetischen Anforderungen erfüllt, erhalten Sie auf Antrag eine Förderung von der KfW-Bank. Beim Hausbau kommen die Effizienzhäuser  "KfW-Effizienzhaus 55", "KfW-Effizienzhaus 40" und "KfW-Effizienzhais 40 Plus" infrage. Sie finden unter www.kfw-effizienzhaus-bauen.de weiterführende Informationen zu den technischen Voraussetzung und der Förderung für KfW-Effizienzhäuser.

 

Massivhaus als KfW-Effizienzhaus planen und bauen:

Schon seit 1995 stehen wir für den Hausbau mit exklusiven Baustoffen und einer reichhaltigen Grundausstattung. Wir bauen Ihr Eigenheim mit Porenbeton oder Ziegel und kombinieren die vielen Möglichkeiten aus Mauerwerk und Dämmsystemen für Ihr persönliches KfW-Effizienzhaus. 

 

KfW-Programm „Energieeffizientes Bauen“

Diejenigen Bauherren, die vorhatten, ihr Eigenheim als KfW-Effizienzhaus 70 zu bauen, werden über die Änderungen der Fördervorgaben nicht erfreut sein. Dieses wird faktisch herabgestuft und ist seit ab April 2016 der neue gesetzliche Mindeststandard, den Neubauten erfüllen müssen. Die erhöhten Mindestanforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) entsprechen dann dem jetzigen Standard des KfW-70-Hauses.

Für die Effizienzhäuser 55 und 40 wurden die Nachweisverfahren vereinfacht. Außerdem wird die mögliche Fördermittelsumme erhöht. Neu eingeführt wird das Effizienzhaus 40 Plus. Grund für die Änderungen in den Fördermittelrichtlinien der KfW ist die Novellierung der EnEV, die zum 01.01.2016 in Kraft getreten ist. Ab diesem Stichtag haben sich die energetischen Anforderungen für Wohngebäude in Deutschland deutlich erhöht. Das betrifft sowohl bestehende Häuser als auch Neubauten.  

Passivhäuser profitieren nicht von den verbesserten Fördermöglichkeiten der KfW, denn diese Bauweise wird im überarbeiteten Programm nicht berücksichtigt. Ohnehin ist das Fördermittelprogramm von Laien nur schwer zu verstehen, weshalb das Hinzuziehen eines sachverständigen Experten dringend empfohlen wird, der die förderfähigen Bauteilbereiche für Gebäudehülle und Anlagentechnik auswählt passend zum jeweiligen Haus auswählt.
Die Bereitstellung eventueller Fördermittel ist nur eine Kann-Bestimmung, es gibt keinen einklagbaren Rechtsanspruch auf eine Bauförderung durch die KfW. Ist der Fördertopf leer, gehen auch die Bauherren leer aus.

 

Gibt es auch positive Neuigkeiten von der KfW?

Ziel des neuen Fördermittelprogramms ist die „stärkere Fokussierung der Förderung auf Neubauten mit höheren energetischen Niveaus im Sinne der neuen EnEV“. Es ist grundsätzlich positiv, dass die Bauherren von Wohneigentum ihren Beitrag zur Energiesparwende leisten - wenn sie es sich leisten können. Es soll ein Anreiz geschaffen werden, zukünftig nur noch Häuser mit hoher Energieeinsparung zu bauen. Noch besser wären Ein- und Mehrfamilienhäuser, die einen Energieüberschuss produzieren, der anschließend der Gemeinschaft zugutekommt und dem Hausbesitzer Gewinn verspricht. Die Fördermöglichkeiten für diese Hauskraftwerke, die sogenannten Energie-Plus-Bauten, werden verbessert, die Anforderungen an sie erhöhen sich jedoch .

 

Das neue Programm 153 für private Bauherren auf einen Blick:

  • Wegfall der Förderung für das KfW-Effizienzhaus 70 ab dem 01.04.2016, Anträge wurden noch bis 31.03.2016 berücksichtigt
  • Erhöhung des Förderkreditbetrags (Höchstsumme) von 50.000 € auf 100.000 € pro Wohneinheit
  • Einführung einer 20-jährigen günstigen Zinsbindung aus Bundesmitteln für 20- bis 30-jährige Kreditlaufzeiten
  • Neues Förderpaket: Energieeffizienzhaus 40 Plus, das zum bisherigen Effizienzhaus 40 einige zusätzliche technische Mindestanforderungen erfüllen muss (siehe Erläuterung)*
  • das Passivhaus wird nicht berücksichtigt, sondern in einer neuen Klausel stiefmütterlich erwähnt (siehe Erläuterung)**

 

* Kritik am Energieeffizienzhaus 40 Plus

Mit der neuen Richtlinie für ein Effizienzhaus 40 Plus sollen Eigenheime in Massiv- oder Fertigteilbauweise gefördert werden, die zusätzlich zu den Mindestanforderungen für KfW-40-Häuser weitere Anforderungen erfüllen müssen. Diese werden von Kritikern als überzogen bezeichnet, weil das sogenannten Plus-Paket den Einbau technischer Anlagen fordert, die von der EnEV lediglich als wünschenswert empfohlen werden, jedoch nicht vorgeschrieben sind.

Hierzu gehören:

  • eine Energiegewinnungsanlage aus erneuerbaren Quellen (zum Beispiel eine Fotovoltaikanlage)
  • ein stationärer Stromspeicher (Batteriesystem)
  • eine Lüftungsanlage mit einem Wärmerückgewinnungsgrad von mindestens 80 Prozent
  • ein Benutzerinterface zur Visualisierung von Stromerzeugung und Stromverbrauch

Kann einer dieser Punkte nicht nachgewiesen oder beim Hausbau nicht in vollem Umfang erfüllt werden, so besteht die Gefahr einer Ablehnung oder deutlichen Kürzung der erforderlichen Förderungssumme. Nicht das neu eingeführte Plus-Haus ist umstritten, sondern die hierfür zu erfüllenden Mindestanforderungen. Die Kritik betrifft insbesondere die geforderten Stromspeicher- und Visualisierungsanlagen, deren industrielle Fertigungsmöglichkeiten dem potenziellen Bedarf hinterherhinken.

 

** Nachbesserung für Passivhäuser erforderlich

Für ein geplantes Passivhaus, das von der KfW dem bisherigen Energiestandard eines Effizienzhauses 40 gleichgesetzt war und entsprechend gefördert wurde, obwohl es an sich schon deutlich mehr Energieeinsparung erreicht, muss nun bei einem geplanten Neubau die Förderfähigkeit gesondert durch einen Sachverständigen nachgewiesen werden. Bauherren, die sich für die hocheffiziente ökologische Bauweise entscheiden, haben es somit schwerer, einen Förderkredit zu erhalten. Hier besteht in der neuen Verordnung ebenfalls Nachbesserungsbedarf, sonst verliert das „beste aller Energiesparkonzepte“ seine Fürsprecher.

Nähere Informationen zu den neuen Fördermöglichkeiten nach dem Förderplan Nr. 153 erhalten Sie auf der Internetseite der KfW Bankengruppe (www.kfw.de) oder über das KfW-Infocenter unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 / 539 9002.

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