Neubau als Massivhaus

Bei der Wahl der Bauweise (Massivhaus oder Fertighaus) werden die verschiedensten Aspekte beleuchtet. Nicht selten sind dabei aber Fragen nach dem Brandschutz eher nachrangig, obwohl sie Leben retten können. Ein Massivhaus bietet bei der wirtschaftlichen Betrachtung, aber auch unter dem Aspekt des Schutzes des eigenen Lebens einen nicht zu verkennenden Vorteil gegenüber dem Fertighaus. Letztendlich sollte doch das Eigenheim ein Ort sein, an dem sich seine Bewohner sicher fühlen können.

 

Massivhaus - BrandschutzBeim Brandschutz hat das Massivhaus die Nase vorn

Auch wenn man es schon fast als eine Art Faustformel nehmen kann: Ein Haus oder eine bauliche Anlage sollte bei einem Brand 30 Minuten in sich stabil sein und dem Brand widerstehen können. Dies ist aber nur eine Mindestanforderung. Beim Brandschutz geht es noch um viel mehr, vor allem um Zeit und Sicherheit. Auch eine nachhaltige Bauweise wie bei einem Massivhaus ist maßgeblich für brandschutztechnische Anforderungen mit heranzuziehen. Dahinter steht der Gedanke, dass bei der Wahl der Baustoffe darauf geachtet wird, dass im Brandfall keine giftigen Gase entstehen, die das eigene oder das Leben anderer gefährden können. Nachhaltigkeit ergibt sich aber auch daraus, dass durch die massive Bauweise in einem Brandfall keine oder nur geringe statische Schwächen auftreten, denn die statisch wichtigen Teile in einem Massivhaus verändern ihre Form nicht. So ist ein teilweiser oder vollständiger Einsturz eher nicht zu erwarten. Aufgrund der minimierten Schadenserwartungen im Brandfall sehen sich auch Versicherer dazu veranlasst, für massive Bauten günstigere Konditionen anzubieten.

 

Das Massivhaus vermittelt mehr Sicherheit

Eine Rauchmelderpflicht und der damit verbundene Einbau der Geräte ist zwar eine wichtige Maßnahme, sie ersetzt aber nicht die erhöhte Sicherheit, die mit einem Massivhaus erreicht wird. Ein optimaler Brandschutz fängt schon bei der sicheren Bauweise an. Nicht selten bestehen bei Fertigteilhäusern Wände und auch Decken aus Ständer-Konstruktionen, die lediglich mit Hölzern und Gipsplatten beplankt sind. Darin sind Hohlräume enthalten, die den Flammen oft regelgerechte Wege zur Ausbreitung bieten. Einstufungen in die Brandklassen F 30 oder F 60 sind daher der Regelfall und gewährleisten nicht den Brandschutz, wie ihn ein massiv gebautes Haus bieten kann. An dieser Tatsache ändert sich auch nichts, wenn die Oberflächen noch zusätzlich mit einem Material beschichtet werden, das das Entflammen des Holzes erschwert. Bei massiv errichteten Gebäuden werden demgegenüber Feuerwiderstandsklassen von F 90 oder sogar F 180 erreicht. Dies bedeutet, dass die Bauteile 90 oder bis zu 180 Minuten dem Brand widerstehen, ohne ihre Stabilität einzubüßen.  Bei massiven Bauweisen sind zudem keine Hohlräume vorhanden, über die der Brand weitergeleitet werden kann.

 

Rauchmelder im Eigenheim retten Leben

Je nach Bundesland gibt es mittlerweile gesetzliche Regelungen, die eine Rauchmelderpflicht vorsehen. Damit werden alle Eigentümer verpflichtet, Rauchmelder einzubauen oder bis zu einem bestimmten Termin nachzurüsten. Auch wenn die Rauchmelder keinen Brand verhindern können, aber Leben retten können sie sehr wohl: Bei einem Brand sterben die meisten Menschen nicht erst durch Flammen, sondern ersticken bereits durch den Rauch im Gebäude. Auch wenn ein Haus in massiver Bauweise errichtet wurde, bestehen die Einrichtung und die Wand- und Bodenbeläge aus Materialien, die relativ leicht entflammbar sind und giftige Zusatzstoffe enthalten.

Arten der Rauchmelder

Die Rauchmelderpflicht schreibt nicht vor, welche montiert werden sollen. In Deutschland gibt es drei Arten von handelsüblichen Rauchmeldern: Das sensibelste Gerät ist der Ionisationsrauchmelder, der darauf basiert, dass Staubpartikel gemessen werden und bei einem zu hohem Anteil in der Luft Alarm auslöst. Es gibt im Handel aber auch die am meisten verwendeten Geräte wie den Lasermelder oder auch den fotoelektrischen Rauchmelder. Diese basieren darauf, dass ein Alarm ausgelöst wird, sobald Partikel einen Lichtstrahl unterbrechen und abschwächen.

Die Rauchmelderpflicht wird in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich formuliert. Das gilt auch für die Montageorte: Meistens ist vorgesehen, dass in Schlafzimmern, Kinderzimmern, Fluren und in Räumen, die als Fluchtweg dienen können, eine Montage mittig an der Decke zu erfolgen hat. Aber auch in eher unbeobachteten Räumen wie Keller oder Dachboden ist eine Montage zu empfehlen.

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