Neubau als Massivhaus

Calciumsilikat ist ein Dämmstoff, der vor allem in Form von Dämmplatten in den Handel kommt. Er entsteht aus Kalk (Calciumoxid) und Sand (Siliziumdioxid). Porenbildner und Wasser werden den beiden Hauptbestandteilen zugefügt und anschließend werden sie aufgeschäumt.

Calciumsilikat – die wichtigsten Grundlagen

Sind die Grundstoffe verarbeitet und aufgeschäumt, werden sie zu Platten geformt und unter hohem Druck mithilfe von Wasserdampf ausgehärtet. Im Ergebnis entstehen Dämmplatten mit einer sehr feinporigen Struktur. Diese können Wasser hervorragend aufnehmen und abgeben. Allerdings sind die Kosten für Calciumsilikat mit rund 80 Euro pro Quadratmeter nicht zu unterschätzen.

Die wichtigsten bauphysikalischen Eigenschaften von Calciumsilikat

Calciumsilikat weist eine Wärmeleitfähigkeit von 0,065 W/mK auf und ist damit im unteren Bereich gegenüber anderen Dämmstoffen angesiedelt. Überzeugen kann der Dämmstoff allerdings mit seinen Brandschutzeigenschaften, denn er zählt zur Baustoffklasse A1 und damit zu den nicht brennbaren Baustoffen. Die Rohdichte beträgt bis zu 300 Kilogramm pro Kubikmeter.

Zudem ist Calciumsilikat druckfest und weist einen hohen pH-Wert auf. Dies wiederum hat zur Folge, dass die Calciumsilikat-Dämmplatten resistent gegenüber Schimmelbefall sind. Unterstützt wird diese Resistenz durch die Tatsache, dass die feinporige Struktur Wasser perfekt aufnehmen und abgeben kann.

Häufige Einsatzgebiete der Calciumsilikat-Dämmung

Calciumsilikat wird als Dämmstoff vor allem zur Innendämmung von Fassaden verwendet. Weitere Einsatzbereiche sind:

  • Innendämmung von Außenwänden
  • Innendämmung mit Brandschutz
  • Nutzung in Wärmedämmverbundsystemen

Im Bereich der Innendämmung der Außenwände kommt Calciumsilikat häufig für Fachwerkhäuser und denkmalgeschützte Gebäude in Betracht. Hier ist eine Außendämmung in aller Regel nicht realisierbar. Ebenfalls werden die Dämmplatten aus Kalk und Sand gerne eingesetzt, wenn dem Brandschutz bei den Sanierungsmaßnahmen eine hohe Bedeutung zukommt. Im Rahmen der Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) können die Calciumsilikat-Dämmplatten ebenso genutzt werden.

Vor- und Nachteile der Calciumsilikat-Dämmung

Wie aus den vorhergehenden Schilderungen bereits ersichtlich war, sind die Calciumsilikat-Dämmplatten mit Vor- und Nachteilen versehen, über die folgende Übersicht Aufschluss geben soll:

Vorteile

  • sehr hoher Brandschutz
  • druckfest
  • resistent gegen Schimmelbefall
  • kann bis zu 90 Prozent des Eigengewichts an Wasser aufnehmen und abgeben

Nachteile

  • hoher Preis
  • eher geringe Dämmeigenschaften

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